Interviewtraining: Wie du vor der Kamera souverän und authentisch wirkst
Dein erstes Interview steht an.
Die Kamera läuft.
Und plötzlich ist da dieses Gefühl:
Was, wenn ich komisch wirke?
Was, wenn ich mich verhaspele?
Was, wenn ich nicht auf den Punkt komme?
Die gute Nachricht:
Interviews sind kein Stressmoment.
Sie sind eine Kommunikationssituation – nicht mehr, nicht weniger.
Aus über 15 Jahren Erfahrung mit Interviews, Statements und Drehsituationen haben wir fünf zentrale Tipps gesammelt, die dir dabei helfen, vor der Kamera ruhig, klar und glaubwürdig aufzutreten.
1. Mindset: Ein Interview ist kein Risiko
Vor der Kamera passiert nichts Schlimmes.
Es gibt kein „Bestehen“ oder „Durchfallen“.
Ein Interview ist kein Beweis deiner Kompetenz – es ist eine Möglichkeit, Mehrwert zu liefern.
Nicht perfekt sein zu wollen hilft dir dabei mehr als jedes Skript.
Hilfreiche Gedanken:
- Done is better than perfect
- Das ist keine Angst, das ist Energie
- Das Kamerateam arbeitet für dich, nicht gegen dich
Gerade wenn du in Verantwortung stehst, gilt:
Interviews schaffen Nähe, Vertrauen und Glaubwürdigkeit – intern wie extern.
2. Haltung und Sprache entscheiden über Wirkung
Deine Körperhaltung beeinflusst Stimme und Präsenz direkt.
Wenn du zusammensackst, klingt auch deine Stimme so.
Darauf kommt es an:
- aufrecht sitzen, nur die vordere Hälfte der Sitzfläche nutzen
- ruhige Mimik und Gestik, kein Wippen oder Zuppeln
- langsam sprechen, Pausen bewusst setzen
- kurze, klare Sätze statt Fachgesimpel
Positiv formulieren hilft enorm:
„Wir sind stark aufgestellt in XY“ wirkt souveräner als
„Wir haben keine Probleme mit XY“.
3. Klarheit schlägt Perfektion
Viele versuchen, Antworten auswendig zu lernen.
Das erzeugt Druck – und klingt selten natürlich.
Besser:
- Kernpunkte vorbereiten – Aussagen, an denen du dich entlanghangeln kannst
- Gedanken zu Ende sprechen
- am Satzende bewusst betonen (hilft auch beim Schnitt)
Versprecher sind kein Problem.
Kurz stoppen, ausatmen, lächeln, neu beginnen – fertig.
Überzeugen heißt nicht perfekt sein.
Sondern klar.
4. Am Set: Ruhe bewahren, Präsenz halten
Ein paar einfache Dinge helfen dir enorm:
- leichte Kopfneigung, Kinnlinie sichtbar
- bei Brillenträgern: Licht leicht von oben oder seitlich, Brille minimal schräg
- Blick im Gespräch halten, nicht ins Off schauen
Ein simples Framework für jede Antwort:
Beruhigen.
Atmen.
Nachdenken.
Antworten.
Lächeln.
Wenn du dir Zeit gibst, wirkst du souverän.
5. Kleine Tricks mit großer Wirkung
Ein paar bewährte Details aus der Praxis:
- etwas in der Hand halten, um Nervosität abzubauen
- die Frage in der Antwort kurz wiederholen – das erleichtert den Schnitt
- Zahlen greifbar machen:
„Wir sind um 18 % gewachsen – das ist doppelt so viel wie der Branchendurchschnitt.“ - dich gezielt nach vorne lehnen, um Aussagen zu verstärken
- ehrlich einordnen, auch wenn du keine perfekte Antwort hast
Wichtig: Gedanken klar abschließen – statt dich zu verlieren.
Merksatz
Überzeugen heißt nicht perfekt sein – sondern echt, ruhig und klar.
Wenn du diese Punkte vertiefen möchtest oder gezielt für Interviews, Statements, Jahresansprachen oder Produktionen trainieren willst, bieten wir bei Picture Colada auch Interviewtraining an. Schreib uns gerne, wenn du mehr dazu wissen möchtest.
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